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Keramik
Die Bezeichnung Keramik stammt aus dem Altgriechischen. „Keramos“ war die Bezeichnung für Ton und die aus ihm durch Brennen hergestellten formbeständigen Erzeugnisse. Die Produktion von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Ihre älteste Nutzung scheint bei semi-sesshaften Jägerkulturen im Gebiet des oberen Nil erfolgt zu sein. Ihre enorme Verbreitung verdankt sie aber ursprünglich den erweiterten Möglichkeiten zur Aufbewahrung (Vorratshaltung) von Nahrung wie sie mit dem Neolithikum erforderlich wurde. Keramik spielt eine wesentliche Rolle im Rahmen der Determination neolithischer Kulturen. Das Ausgangsmaterial Ton bot schon sehr früh auch Anreize zu künstlerischer Gestaltung.
Die Keramik lässt sich meist in drei Fachrichtungen unterteilen, dies sind:
Fachrichtung Baukeramik
Keramiker dieser Fachrichtung stellen die Mischungen für Tone und Glasuren selbstständig und eigenhändig zusammen. Aus diesen stellen sie meist Fliesen, Ofenkacheln, Gartengefäße und freie Plastiken her. Nach den Entwürfen fertigen sie Modelle und Gipsformen. Ihre Produkte entstehen durch Modellieren, freies Aufbauen, Freidrehen, Garnieren, Einformen und durch das Gießen in verschiedenen Gipsformen. Nach dem Brennen der Rohlinge unterziehen sie diese eventuell noch einer Glasur.
Fachrichtung Dekoration
Keramiker dieser Fachrichtung dekorieren die Gegenstände , die durch die Baukeramiker und Keramiker der Fachrichtung Scheibentöpferei hergestellt worden sind. Natürlich aber können sie auch keramische Produkte herstellen. Sie arbeiten unter anderem mit unterschiedlichen Gestaltungstechniken und entwickeln Dekore für die Gestaltung keramischer Oberflächen. Ihre Gestaltungstechniken sind Malen, Ritzen, Schneiden, Glasieren, und modellieren. Viele keramische Produkte werden auch mit Perlen oder edlen Steinen beklebt und beschmückt. Dazu stellen sie auch Mosaike und Reliefs her.
Fachrichtung Scheibentöpferei
Keramiker dieser Fachrichtung stellen runde Gebrauchs- und Zierkeramik wie Tassen, Teller, Kannen, Wasserpfeifen , Vasen sowie Blumenkrüge und Schalen her. Die Masse wird zunächst vorbereitet und wird anschließend durch Freidrehen auf der Töpferscheibe geformt. Unter Umständen wird meist noch der Rohling weiter bearbeitet, Henkel angesetzt und Fehler ausgebessert. Anschließend wird die Töpferware vor dem Brennen glasiert.
Quelle: Wikipedia
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